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OSAS - OBSTRUKTIVES SCHLAFAPNOESYNDROM
 


Setzt die Atmung nachts im Schlaf immer wieder aus, spricht man von einer Schlafapnoe bzw. einem Schlafapnoe-Syndrom (griech. A-Pnoe = Ohne Luft). Männer sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen, 80% der Patienten sind übergewichtig. Durch Entspannung und Erschlaffung der Muskeln des weichen Gaumens werden die Atemwege verschlossen und somit ein freier Luftfluss verhindert. Dadurch verstärken sich die Atembemühungen, die am Ende in lautes Schnarchen übergehen. Wenn die Atemwege schließlich kollabieren, wird die Atmung gänzlich blockiert. Diese regelmäßig auftretenden Atemstillstände erkennt man an den Pausen beim Schnarchen. Infolge der erhöhten Muskelaktivität von Zwerchfell und Brust, die durch die verstärkten Atemanstrengungen hervorgerufen wird, kommt es zu kurzen Schlafunterbrechungen. Bei obstruktiver Schlafapnoe kommt es zu Atemstillständen, die 10 Sekunden und länger andauern und sich in einer einzigen Nacht hundertfach wiederholen. In manchen Fällen kommt es auch zu Herzrhythmusstörungen, d. h. das Herz schlägt unregelmäßig und setzt sogar für Sekunden ganz aus. Es wird vermutet, dass der plötzlich im Schlaf eintretende Tod von Menschen bei scheinbar gutem Gesundheitszustand vielfach auf schlafbezogene Herzrhythmusstörungen zurückzuführen ist.


Der gestörte Nachtschlaf kann extreme Tagesschläfrigkeit verursachen und zu gravierenden Belastungen im Privat- und Berufsleben führen. Schlafapnoeiker unterliegen 2-5 fach erhöhten Unfall- und Verletzungsrisiken, da sie jederzeit an der Arbeit oder beim Autofahren einschlafen können.
Schlafapnoe kann zu Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Zerstreutheit, Potenzstörungen, Angstzuständen und Depressionen führen. Diese Beschwerden können plötzlich und unvermittelt auftreten oder sich in einem schleichenden Prozess über Jahre hinweg herausbilden.
Die Diagnose der OSAS wird von einem Schlafmediziner gestellt. In der Regel begibt sich der Patient für 1-2 Tage zur Überwachung und Analyse seines Schlafes in ein Schlaflabor. Die Auswertung polysomnographischer Aufzeichnungen erlaubt es, Schlafapnoen zu diagnostizieren und die optimale Therapieform zu bestimmen.

OSAS-BEHANDLUNG

Bewährt haben sich die CPAP- oder BIPAP-Therapie in der Nacht. Dabei wird nach den Ergebnissen im Schlaflabor ein Beatmungsgerät verordnet und eingestellt, welches den Kollaps der Atemwege durch eine Überdruckbeatmung behebt und damit einen normalen Schlafrhythmus wiederherstellt. Der chronische Schlafentzug entfällt, der Patient leidet dann nicht mehr unter Tagesmüdigkeit und besitzt wieder mehr Leistungskraft und Konzentrationsvermögen. Mehr als 90 % der Patienten sprechen auf diese Behandlung an.
VIVISOL verfügt über Geräte für die folgenden Therapieformen:

CPAP-Therapie
Die kontinuierliche positive Überdruckbeatmung der CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure) stellt die effektivste Behandlungsmethode des Schlafapnoe-Syndroms dar. Die Patienten werden über eine Maske mit Raumluft beatmet, wobei ein kontinuierlicher Überdruck in den Atemwegen erzeugt wird. Durch den Beatmungsdruck werden die Atemwege offengehalten, eine Obstruktion wird verhindert. Schlaf und Atmung normalisieren sich wieder.

Auto-CPAP-Therapie
Die Auto-CPAP-Therapie passt sich besonders sanft der Atmung des Patienten an. Sie variiert automatisch den Beatmungsdruck im Rahmen der ärztlich vorgegebenen Therapiewerte.

BiLevel-Therapie
Die BiLevel-Therapie arbeitet mit zwei Druckstufen für die Ein- und Ausatmung. Sie eignet sich für Patienten mit hohem Druckbedarf. Bei der Einatmung wird der Druck erhöht, bei der Ausatmung senkt er sich wieder ab. Der geringere Gegendruck bei der Ausatmung wird als komfortabel empfunden und erhöht die Akzeptanz der Therapie.

Liegt eine Verordnung über eine dieser Therapiemaßnahmen vor, wird der VIVISOL-Mitarbeiter das Gerät zum Patienten liefern. Er wird die notwendigen Geräteeinstellungen entsprechend der Verordnung des Arztes vornehmen. Selbstverständlich wird die für den Patienten beste Nasen- oder Nasen- und Mundmaske individuell angepasst.
VIVISOL bietet darüber hinaus einen telefonischen Notdienst bei technischen Problemen und Fragen von Seiten des Arztes oder Patienten.

VIVISOL stellt ebenfalls Überwachungssysteme im Bereich SIDS zur Verfügung.

Der plötzliche Kindstod (im englischsprachigen Raum SIDS: sudden infant death syndrom) bezeichnet den unerwarteten Tod eines Säuglings, bei dem die Todesursache weder anhand der Vorgeschichte noch durch gründliche Untersuchung bei der Obduktion festgestellt werden kann. Der plötzliche Kindstod ist trotz seines starken Rückgangs in den letzten Jahren immer noch die häufigste Todesursache im Kleinkindesalter. Die Ursache für SIDS ist nach wie vor unklar, wobei verschiedene Risikofaktoren sich als begünstigend für die Erkrankung herausgestellt haben. Aus diesem Grund ist die Überwachung gefährdeter Säuglinge enorm wichtig.

VIVISOL verfügt über Monitore, die die Herz-und Atemparameter des Säuglings aufzeichnen. Ihr Baby wird fortwährend überwacht, damit Sie beruhigt schlafen können.